3. Spieltag:   VfB 09 Pößneck FC Oberlausitz Neugersdorf 3:1 (1:0)

Samstag, 20.08.2005 - 14.00 Uhr
 
Neugersdorfs Trainer Peter Berndt schätzte das Spiel so ein: "Ein verdienter Sieg der Pößnecker. Die Gastgeber waren in der ersten Halbzeit stark überlegen und hatten klare Torgelegenheiten. Erst nach der Pause und dem 1:1-Ausgleich haben wir Fußball gespielt." Und er kritisierte die kapitalen Schnitzer, die immer wieder passierten und damit dem Gegner beim Spielaufbau halfen. Zwar fehlten Barta und Winkler verletzungsbedingt, aber bei den Hausherren wirkten alle Spieler einfach frischer, konzentrierter und sicherer. Und natürlich gab das Führungstor Selbstvertrauen. Torschütze vom Dienst war an diesem Tag Pößnecks Stürmer Zimmermann. Zum ersten Mal schlug er in der 18. Minute zu, als er eine Eingabe von Förster unhaltbar für Mende zum 1:0 in die Maschen setzte. Zuvor zählte man bereits etliche Großchancen für den VfB, die jedoch Michael (10.) und Mende (11.) vereiteln konnten oder knapp am Tor vorbeigingen (15.). Auch nach der Führung ließ Pößneck nicht nach und machte weiter Druck aus allen Reihen. Nach schönen Kombinationen verfehlten Kühne (30.) und Zimmermann (34.) das gegnerische Tor. Vom FCO war in der ersten Hälfte wenig zu sehen. Es häuften sich An- und Zuspielfehler und bis auf einen abgeblockten Fröhlich-Schuss (21.) gab es kaum Angriffswirkung. Das Eckenverhältnis von 1:5 gegen den FCO war bezeichnend.
Lothar Kurbjuweit, Trainer vom VfB, stellte fest: "Neugersdorf war nur bei Standards gefährlich." So kam es auch zum Ausgleich kurz nach der Pause. Aus dem Gewühl heraus konnte Hubeny nach einer FCO-Ecke zum 1:1-Ausgleich einschießen. Aber Pößneck schlug bald zurück. Begünstigt auch durch zu lasches Abwehrverhalten flankte Walther auf Zimmermann, der sein zweites Tor machte (60.). Die Oberlausitzer spielten in der Folge besser mit und hatten einige gute Ausgleichsmöglichkeiten. Aber erst waren Havel und Koch nach Dörners Vorarbeit zu unentschlossen (70.), dann fand Dörner mit einem Kopfball in Pößnecks Tormann Okrucky seinen Meister (71.). Auch Fröhlichs Hinterhaltsschuss verfehlte das Ziel (74.). Der überragende Zimmermann schaffte schließlich die Spielentscheidung. Einen Freistoß aus 16 Metern zirkelte er gekonnt über die Mauer ins obere Dreiangel zum 3:1 (84.). Ein sehenswertes Tor. Fröhlichs abgewehrter Freistoß (84.) und Woithas Lattenknaller (85.) waren dann die letzten Toraktionen. Vor fünf Monaten sah die Pößneck-Welt für den FC Oberlausitz noch viel freundlicher aus. Man lag zur Halbzeit mit 1:0 und nach sechzig Minuten mit 3:0 in Front. Diesmal drehte Pößneck Spiel und Ergebnis.
Erich Scherbarth/Michael Schubert
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